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Armageddon in der 11. Edition

  • Autorenbild: Marlie
    Marlie
  • vor 8 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit

Was könnten wir aus Dominatus machen?


Mit der 10. Edition hatten wir schon einige Ideen für Kampagnen.

Inzwischen sind wir aber in der 11. Edition angekommen. Darum möchte ich diesmal wirklich noch einmal von vorne anfangen und nicht einfach alte Konzepte umbauen.


Es soll also keine Fortsetzung von etwas Bestehendem werden. Keine alten Wertungssysteme, keine übernommenen Gebiete und keine Regeln, die wir nur irgendwie passend machen. Lieber schauen wir uns an, was die 11. Edition selbst anbietet und was wir daraus für eine kleine, verlässliche Gruppe machen können.


Ein paar Dinge stehen für mich schon fest:


  • Der Schauplatz soll Armageddon sein.

  • Gespielt wird nach der 11. Edition.

  • Die Gruppe soll auf ungefähr fünf bis sechs engagierte Spieler begrenzt bleiben.

  • Der erzählerische Verlauf soll wichtiger sein als eine möglichst ausgeklügelte Turnierwertung.


Alles andere ist im Moment noch offen. Genau darum geht es bei diesem Beitrag.


Was ist Dominatus überhaupt? (Y)


Mit der 11. Edition ist das neue Dominatus Kampagnendeck erschienen. Games Workshop beschreibt es als einfache Möglichkeit, mehrere normale Partien miteinander zu verbinden und daraus eine gemeinsame Geschichte zu machen.


Das System ist direkt für Armageddon geschrieben, könnte grundsätzlich aber auch für andere Schauplätze verwendet werden.


Die Spieler werden dabei in Allianzen eingeteilt.


  • Die Liberators wollen Armageddon verteidigen oder befreien.

  • Die Oppressors wollen den Planeten erobern, zerstören oder unterwerfen.

  • Die Raiders verfolgen ihre eigenen Ziele. Sie plündern, suchen Relikte oder nutzen den Krieg einfach für ihre Zwecke.


Normalerweise besteht eine Dominatus Kampagne aus drei Phasen. In den ersten beiden Phasen spielt jeder zwei Partien.

In der dritten Phase folgt ein letztes Spiel als Abschluss.


GW stellt das Ganze als Kampagne dar, die man theoretisch an einem Wochenende spielen kann. Das Regelheft sagt aber auch ganz klar, dass man die Kampagne verlängern und an die eigene Gruppe anpassen darf.


Das Dominatus Set enthält insgesamt

  • 27 Agenda Karten

  • 9 Agenda Achieved Karten

  • 9 Briefing Karten

  • 9 Location Karten

  • 35 Upgrade Karten


Dazu kommen Battle Skills, Battle Honours und verschiedene Relikte.


Für mich wirkt das weniger wie ein fixes Regelbuch und mehr wie ein Werkzeugkasten.


Das finde ich eigentlich recht sympathisch.


Wie läuft so eine Kampagne ab? (A)


Zu Beginn jeder Kampagnenphase wird ein umkämpfter Ort auf Armageddon bestimmt.


Im Deck befinden sich zum Beispiel diese Schauplätze:

  • Mannheim Gap

  • Volcanus Archipelago

  • Morpheon Line

  • Cerbera Base

  • Victorinius Spaceport

  • Blackfire Death Pits

  • Titangrave

  • Hive Acheron Subsprawl

  • Eyes of the Emperor Observatory


Jeder Ort bringt eigene Regeln mit. Dadurch sollen sich die Schlachten der einzelnen Phasen auch wirklich unterschiedlich anfühlen.


Eine Schlacht im Mannheim Gap spielt sich anders als ein Kampf in den verseuchten Tunneln von Hive Acheron. Genau solche Unterschiede finde ich für eine Kampagne wichtig.

Sonst spielt man am Ende fünf normale Partien und schreibt nur nachher eine kleine Geschichte dazu.


Danach bekommt jede Allianz ein Briefing.

Dieses beschreibt die Situation und legt fest, welche Agenda der Spieler in seiner Partie verfolgen kann.

Eine Agenda ersetzt die normale Hauptmission des jeweiligen Spielers.


Während ein Spieler also ganz normal Missionsziele hält, könnte der andere versuchen, einen bestimmten Gegner auszuschalten, Vorräte zu sabotieren, einen Agenten zu retten oder ein Relikt zu bergen.


Das Spiel bleibt trotzdem eine normale Partie der 11. Edition.

Dominatus legt nur noch eine erzählerische Ebene darüber.


Fortschritt ohne großes Crusade Regelwerk (R)


Nach jeder Partie bekommen beide Spieler eine Verbesserung.

  • Der Gewinner erhält eine Battle Honour Karte.

  • Der Verlierer bekommt einen Battle Skill.

Das finde ich recht interessant, weil dadurch auch eine Niederlage nicht komplett umsonst ist. Der Sieger bekommt normalerweise die stärkere Belohnung, aber der Verlierer geht nicht leer aus.


So soll verhindert werden, dass nach zwei Spielen schon jemand völlig davonzieht und der Rest nur noch hinterherschaut. Bei einer kleinen Gruppe wäre das besonders wichtig. Da gibt es halt keine zehn anderen Gegner, gegen die man den Rückstand wieder aufholen kann.


Am Ende jeder Phase werden zwei Dinge ausgewertet:

  • Die Allianz mit den meisten Battle Honours übernimmt die Kontrolle über den aktuellen Schauplatz.

  • Die Allianz mit den meisten erfüllten Agendas gilt als in Ascendancy und bekommt Zugriff auf stärkere Relikte.

Auf der Rückseite der Briefing Karten steht dann, wie sich die Geschichte je nach Ergebnis entwickelt.


Der Ausgang einer Partie beeinflusst also nicht nur den einzelnen Spieler, sondern auch die gemeinsame Geschichte der Allianz.


Ist Dominatus das neue Crusade? (R)


Für mich eher nicht.


Das klassische Crusade System war deutlich umfangreicher. Einheiten sammelten Erfahrung, bekamen neue Fähigkeiten, Verletzungen und teilweise auch dauerhafte Nachteile. Es gab Requisition Points, eine feste Order of Battle und oft eigene Fraktionsregeln.


Dominatus macht das wesentlich einfacher.

Es gibt keine vollständige Armeeverwaltung und keine Erfahrungstabellen. Der Fortschritt läuft hauptsächlich über Karten.


Sprues & Brews beschreibt Dominatus deshalb eher als narratives Eventsystem und weniger als vollständigen Crusade Ersatz.


Das trifft es für mich eigentlich ganz gut.


Dominatus verbindet mehrere Spiele und sorgt dafür, dass sie nicht völlig unabhängig voneinander stattfinden. Es übernimmt aber nicht die ganze Verwaltung, die man aus älteren Crusade Kampagnen kennt.


In ersten Diskussionen auf Reddit wird genau das unterschiedlich bewertet.

Manche finden den einfachen Einstieg super.


Andere meinen, dass das System ohne eigene Ideen ein bissl zu oberflächlich bleiben könnte.


Beides kann ich nachvollziehen.


Für mich ist die offene Struktur aber nicht unbedingt ein Nachteil. Sie bedeutet halt, dass wir selber überlegen müssen, was wir daraus machen wollen.


Warum könnte Dominatus für uns passen? (I)


Unsere bisherigen Kampagnenideen waren oft für viele Spieler gedacht. Teilweise auch für Leute, die nur gelegentlich mitmachen.

Diesmal möchte ich es kleiner halten.

Fünf oder sechs Spieler, die wirklich Interesse haben und halbwegs regelmäßig spielen.


Bei so einer Gruppe könnte jede Partie tatsächlich etwas verändern.

Man muss keine riesige Kampagnenkarte mit unzähligen Gebieten pflegen, auf denen dann wochenlang nichts passiert.


Dominatus bringt bereits einiges mit:

  • Es gibt einen festen Schauplatz.

  • Es gibt drei Kampagnenphasen.

  • Es gibt unterschiedliche Orte und Sonderregeln.

  • Es gibt asymmetrische Aufgaben.

  • Es gibt Belohnungen für beide Spieler.

  • Es gibt gemeinsame Ziele für die Allianzen.

  • Und der Verwaltungsaufwand hält sich in Grenzen.


Das Manual erlaubt ausdrücklich, mehr Spiele zu spielen, andere Armeegrößen zu verwenden und eigene Regeln einzubauen.


Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte. Wir müssen Dominatus nicht genau so spielen, wie es im Beispiel beschrieben wird.


Wie könnte unsere Version ausschauen? (C)


Mein erster Gedanke wäre, Dominatus als Grundlage zu verwenden.

Nicht mehr und nicht weniger.


Wir müssten dann gemeinsam entscheiden, was wir wirklich ergänzen wollen.

Die offizielle Version geht von fünf Spielen mit 2.000 Punkten aus.

Für eine längere Kampagne könnte man aber auch kleiner anfangen.


  1. Vielleicht startet Phase 1 mit kleineren Armeen.

  2. In Phase 2 werden die Streitkräfte größer.

  3. In Phase 3 kommt es zum großen Finale.


Ob das dann 1.000, 1.500 und 2.000 Punkte sind, weiß ich noch nicht.


Vielleicht ist es auch besser, immer mit derselben Größe zu spielen. Das hängt stark davon ab, welche Armeen und Modelle die interessierten Spieler besitzen.

Auch bei der Armeeentwicklung gibt es mehrere Möglichkeiten.


Wir könnten Dominatus fast unverändert spielen und nur die Karten sammeln.

Wir könnten Charaktere und einzelne Einheiten benennen und ihre Geschichte mitschreiben.


Oder wir bauen eine kleine eigene Entwicklung ein, ohne gleich wieder ein komplettes Crusade System daraus zu machen.

Ich persönlich würde eher mit wenig Verwaltung anfangen.


Ein bisschen Entwicklung ist fein. Wenn wir aber nach jedem Spiel zwanzig Werte in eine Tabelle eintragen müssen, wird es irgendwann mühsam.


Dann haben wir am Ende mehr Kampagnenbuchhaltung als Kampagne. Das wäre auch irgendwie klassisches Imperium, aber vielleicht nicht unbedingt das Ziel.


Wie könnte die Aufteilung aussehen? (K)


Mit sechs Spielern wären drei Allianzen mit jeweils zwei Spielern naheliegend.

  • Zwei Liberators.

  • Zwei Oppressors.

  • Zwei Raiders.

Bei fünf Spielern wird es schon interessanter.

Man könnte nur zwei Allianzen verwenden.


Oder eine einzelne Raider Armee als unabhängige Partei spielen.

Man müsste nur aufpassen, dass die Wertung fair bleibt. Ein einzelner Spieler darf nicht automatisch schlechter dastehen, nur weil seine Allianz weniger Partien bestreitet.


Das lässt sich aber sicher lösen, wenn wir wissen, welche Armeen tatsächlich

teilnehmen.


Was müssen wir noch klären?


Bevor daraus ein fertiges Regelpaket wird, sollten wir uns ein paar Fragen stellen:

  • Wie viel Verwaltung wollen wir wirklich?

  • Sollen sich Einheiten dauerhaft entwickeln?

  • Reichen uns die Dominatus Karten als Fortschritt?

  • Wollen wir klein anfangen und die Armeen wachsen lassen?

  • Wie lange soll eine Kampagnenphase dauern?

  • Wie viele Partien sind für jeden realistisch?

  • Wollen wir die offiziellen Orte direkt verwenden?

  • Möchten wir später eigene Ereignisse und Schauplätze ergänzen?

  • Wie wichtig sind bemalte Armeen?

  • Wollen wir Spielberichte und Hintergrundtexte schreiben?


Und ganz grundsätzlich:

  • Wollen wir Dominatus erst einmal fast unverändert ausprobieren oder von Anfang an etwas Eigenes daraus bauen?


Noch ist nichts entschieden


Das hier ist kein fertiges Kampagnenregelwerk und auch noch kein offizieller Aufruf.

Es ist einfach mein derzeitiger Stand nach dem Lesen des Manuals, der Karten und einiger erster Erfahrungsberichte.


Dominatus schaut für mich nach einer guten Grundlage aus.

Einfach genug, damit wir es tatsächlich spielen.


Offen genug, damit wir daraus etwas Eigenes machen können.

Fix sind im Moment nur Armageddon, die 11. Edition und eine kleine Gruppe mit ungefähr fünf bis sechs engagierten Spielern.


Wer grundsätzlich Interesse hat, kann sich das System gern einmal anschauen und seine Gedanken einbringen.


Was gefällt euch daran?


Was fehlt euch?


Wie viel Crusade Gefühl braucht ihr?


Und worauf hättet ihr bei einer kleinen Armageddon Kampagne wirklich Lust?

Schauen wir einmal, was wir gemeinsam daraus machen. Bevor auf Armageddon geschossen wird, dürfen wir wenigstens kurz besprechen, warum eigentlich.


WICHTIG!!!

Für eine Teilnahme an der Kampagne erwarte ich, dass zumindest diese Gedankendiskussion gelesen wurde. Eine aktive Beteileigung wäre natürlich noch besser. Für die Whatsapp gruppe zur Kampagne wird ein Codewort benötigt. Dieses finden aufmerksame Leser in den Überschriften.




Quellen

Offizielle Vorstellung von Dominatus auf Warhammer Community:

Review von Sprues & Brews:

Diskussion auf Reddit:

Kommentare


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